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Stahl aus Philadelphia, Ehrgeiz aus Korea: Hanwha baut sein erstes neues Schiff für die US Navy

Als Hanwha 2024 die Philly Shipyard in Pennsylvania kaufte, lautete die naheliegende Frage, ob ein südkoreanischer Rüstungskonzern in das streng abgeschirmte Geschäft mit amerikanischen Kriegsschiffen vordringen kann. Am Freitag kam die erste Antwort. Hanwha Defense USA, die US-Tochter von Hanwha Aerospace, meldete einen Auftrag über 269 Millionen Dollar für den Bau eines mittleren Landungsschiffs (LSM) für die US Navy und das Marine Corps, mit Optionen auf drei weitere.

Der Auftrag kam über Tote Services, das die Navy im Juli für ein 2,2 Milliarden Dollar schweres Programm zur Bauleitung von Schiffen ausgewählt hatte. Statt jede Werft direkt zu beauftragen, überlässt die Navy Werftauswahl und Bauaufsicht Tote, das im ersten Vertrag bis zu acht Landungsschiffe betreut. Insgesamt will die Navy 35 LSM beschaffen.

Die Schiffe sind rund 100 Meter lang und 16 Meter breit, haben eine Leerverdrängung von etwa 2.687 Tonnen und eine Reichweite von rund 7.400 Kilometern. Sie sollen Marines, Ausrüstung und Nachschub an Küsten bringen, vor allem im Indopazifik. Der Bau soll im vierten Quartal 2027 beginnen, die Auslieferung des ersten Schiffs wird für 2030 erwartet.

Für Seoul ist der Auftrag eine kleine Zahl mit großer Bedeutung: Koreanisches Schiffbau-Know-how fließt nun in die eigene Flotte der US Navy, und Hanwha dürfte den Auftrag als Sprungbrett für weitere nutzen.

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