Wirtschaft

Abkürzung über Fahrdienste geschlossen: Singapur verschärft Autokredite für Private-Hire-Käufer

Seit dem 30. Oktober bringt der Kauf eines Autos „für Fahrdienste“ in Singapur keine leichteren Kredite mehr. Privatpersonen, die Fahrzeuge für Ride-Hailing anmelden, unterliegen nun denselben Kreditgrenzen wie alle anderen Käufer eines Privatwagens.

Die Regeln kennen die meisten Autofahrer in Singapur. Kredite laufen höchstens sieben Jahre. Bei Autos mit einem Marktwert (OMV) von bis zu 20.000 Singapur-Dollar dürfen Käufer maximal 70 Prozent des Preises leihen, darüber sinkt die Grenze auf 60 Prozent.

Warum die Lücke wichtig war

Laut den Behörden wurden monatlich rund 500 Fahrzeuge als Private-Hire-Wagen registriert, ohne dass die Halter wirklich Fahrgäste befördern wollten. Der Verdacht: Das Etikett ermöglichte großzügigere Finanzierungen und damit ein Familienauto mit geringerer Anzahlung. In einem Land, in dem die Zulassungszertifikate (COE) Autobesitz ohnehin zu einem der teuersten der Welt machen, verändern schon kleine Finanzierungsunterschiede das Verhalten.

Die Regierung verzichtet zudem auf eine eigene COE-Kategorie für Private-Hire-Autos; sie bleiben im selben Bieterpool wie normale Fahrzeuge.

Wer die Kosten trägt

Die Last tragen echte Vollzeitfahrer, für die das Auto Arbeitsgerät ist und kein Lifestyle-Produkt. Eine höhere Anzahlung kann für Einsteiger eine echte Hürde sein, und Händler warnen vor steigenden Kosten. Manche werden stattdessen bei Flottenbetreibern mieten, was die Verhandlungsmacht zu großen Unternehmen verschiebt. Die Politik sollte beobachten, ob das Schließen der Lücke die Reihen unabhängiger Fahrer still ausdünnt.

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